Nach dem Auspacken liegen vor einem eine drucksensitive Matte, ein Ball, zwei Corner-Fahnen und ein drahtloser Controller. Der Aufbau geht dabei sehr einfach von statten: An der Matte werden je nach Untergrund Saugnäpfe oder ein Klett-Streifen angebracht und die Spielfläche so am Boden ordentlich fixiert.
Danach gehört der Ball ein wenig aufgepumpt, wobei die erforderliche Pumpe mitgeliefert wird. Die zwei Corner-Fahnen werden am hinteren Ende der Matte platziert, am "Shootpad" angeschlossen und fungieren als Lichtschranke. Jetzt muss das "Shootpad" nur noch mit dem Gamepad-Anschluss der PS2 verbunden werden. Als letzter Schritt wird mittels Schalter festgelegt, welches Spiel verwendet wird und ob man Links- oder Rechtsfüßer ist.
Da die Aufbauarbeit so unkompliziert verlaufen ist, wandert flugs das letzte "Fifa" in den Laufwerkschacht. Nach dem Start eines Freundschaftsspiels folgt aber die erste Ernüchterung, da wenig bis gar keine Spielzüge gelingen. Dies liegt weniger am Eingabegerät als an den eigenen Koordinationsschwierigkeiten zwischen Fuß und Hand. Nach ausgiebigen Trainingseinheiten beginnt die Sache dann aber enormen Spaß zu machen.
Die Steuerung des Spielers erfolgt dabei grundsätzlich über den drahtlosen Controller. Auf diesem ist zudem noch die Start- sowie Select-Taste zu finden und ein Button, um Dribblings durchzuführen. Der Controller liegt eigentlich gut in der Hand, doch nach längerem Spielen kann es mitunter doch zu unschönen Krämpfen kommen.
Gepasst, geflankt und geschossen wird durch einen Tritt gegen den Ball, wobei bei Schüssen und Flanken weiter ausgeholt werden muss, um die Lichtschranke zu unterbrechen. Zudem ist essentiell wo der Ball getroffen wird, um so entweder einen normalen oder einen Steilpass zu spielen. Hört sich einfach an, erfordert aber, wie schon erwähnt, doch einiges an Übung.
Verteidigt wird ebenfalls mit Hilfe des Balles, wobei etwa Pressing durch leichten Druck auf den Ball aktiviert wird. Die Schultertasten des Gamepads wurden als drucksensitive Flächen auf der Matte integriert, so dass mit einem Schritt darauf der Spieler etwa zum Sprinten beginnt.
Nach ein paar ausgiebigen "Fifa"-Partien, musste das "Shootpad" noch unter "Pro Evolution Soccer" einige Matches bestehen. Auch diese Herausforderung meisterte es problemlos.
Fazit: Das "Shootpad" ist innovativ, schnell aufgebaut und funktioniert problemlos mit den gängigsten PS2-Fußballspielen. Benötigt wird allerdings ausreichend Platz vor dem Fernsehgerät und die Bereitschaft, einiges an Trainingsstunden zu investieren. All jene, die jeden Spieler ihres Lieblingsteams, inklusive Position und Rücknummer, auswendig aufzählen können und regelmäßig Spiele besuchen, werden mit dem Shootpad sicherlich ihre Freude haben. Auch jene Spieler, denen das klassische Gamepad schon zu öde ist und eine neue Herausforderung suchen, werden ebenfalls damit gut bedient sein. Der Rest wird weniger damit anfangen können und sollte doch lieber zu anderen alternativen Eingabegeräten wie dem Eye-Toy greifen.
von Harald Kaplan
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