Gerechtes Urteil

Mann ersticht schnarchenden Kollegen

Ausland
24.01.2007 21:15
Ein 48-jähriger Deutscher hat am Mittwoch vor dem Landgericht Ulm gestanden, seinen Mitbewohner im Streit um Schnarchgeräusche erstochen zu haben. Zuerst habe er den 34- Jährigen, mit dem er sich ein Zimmer in einem Wohnheim in Göppingen teilte, wie immer angestoßen, damit er mit dem Scharchen aufhöre, sagte der Angeklagte zu Beginn des Mordprozesses. Als der 34-Jährige ihm daraufhin einen Apfel an den Kopf geworfen habe, habe er sein Messer unter dem Kopfkissen hervor gezogen und sofort zugestochen. Alles sei innerhalb von Sekunden geschehen. "In dem Moment habe ich gar nichts gedacht."

Die Anklage wirft ihm vor, seinen 34 Jahre alten Mitbewohner im September heimtückisch ermordet zu haben. Sein Opfer habe ihm, nachdem es den Apfel geworfen hatte, den Rücken zugedreht, um zu lesen. Daraufhin hat der Angeklagte laut Staatsanwaltschaft mit dem Jagdmesser ohne jegliche Vorwarnung drei Mal mit Wucht in den Rücken gestochen. Dabei sei die Lungenschlagader durchtrennt worden. Der 34-Jährige habe sich noch kurz aufgerichtet und Blut gespuckt, bevor er zusammenbrach.

Der Angeklagte habe die Leiche zugedeckt, dann sei er zu Fuß zu einer Polizeiwache gegangen, wo er sich gestellt habe. Alkohol spielte bei der Tat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft keine Rolle. Weder der Angeklagte noch das Opfer waren nach Angaben der Ermittler betrunken.

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