Selbstmordanschlag
Zehn Afghanen nahe US-Stützpunkt getötet
Der Attentäter habe Sprengstoff an seinem Körper in einer Gruppe Tagelöhner gezündet, die auf Einlass in die Basis in der Provinz Khost warteten, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul. Eine Sprecherin der Internationalen Schutztruppe ISAF sagte, Soldaten seien bei der Explosion nicht zu Schaden gekommen. Es ist der bislang blutigste Selbstmordanschlag seit Jahresbeginn.
Die Taliban teilten dagegen mit, bei dem Selbstmordanschlag seien sechs US-Soldaten und vier ihrer "afghanischen Spione" getötet worden. In einer Mitteilung auf der Internetseite der Rebellen hieß es, der Attentäter - ein Afghane aus Khost - habe sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug in einen Konvoi der US-Truppen gelenkt.
Die US-Militärbasis Salerno liegt rund sechs Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Khost-Stadt. Selbstmordanschläge waren in Afghanistan früher kaum verbreitet, haben aber dramatisch zugenommen seit die Taliban ihren Aufstand gegen die afghanische Regierung und ausländische Truppen verstärkt haben. Nach Angaben der US-Streitkräfte wurden im vergangenen Jahr 139 Selbstmordanschläge verübt, 2005 waren es lediglich 27. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Zivilpersonen.
Symbolbild
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