Leiche per Post

Chinesisches Paar verschickte Leichenteile

Ausland
15.01.2007 16:35
Ein Paar hat in Südchina einen 50-jährigen Mann getötet, seine Leiche zerstückelt und die Teile in drei Paketen an fiktive Adressen verschickt. Die Polizei ist dem Mitarbeiter eines Frachtunternehmens und der Prostituierten auf die Spur gekommen, nachdem eine Sicherheitskamera die beiden bei der Paketabgabe gefilmt und ein Taxifahrer sie identifiziert hatte. Der Mann hatte als Absender und Empfänger den ungewöhnlichen Namen "Song Deyuan" angegeben, was "weit weg geschickt" bedeutet.

Das Motiv war offenbar Eifersucht des Mannes, da das Opfer seit Jahren mit der Prostituierten verkehrt hatte. Um die Leiche loszuwerden, verschiffte das Pärchen die Teile als Medizin und Geräteteile über drei kleinere Frachtunternehmen, die den Inhalt nicht wie sonst in China üblich inspizierten. 

Bei der Ankunft in Qingdao tropfte Blut aus einem Paket, so dass der Torso entdeckt wurde. In Peking und Jiangyin (Provinz Jiangsu) wurden in den anderen Paketen weitere Teile gefunden, doch wird noch ein Bein vermisst.

In einem Frachtunternehmen unweit der Logistikfirma in Peking, wo die Leichenteile gefunden wurden, hatte es 2004 einen ähnlichen Fall gegeben: Ein Mann hatte die Leiche einer Prostituierten in einen Teppich gewickelt und in einem Paket von Peking nach Guangzhou geschickt. Doch war die Polizei auch ihm auf die Schliche gekommen

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