Krater-Unglück
Erste Leiche nach Kraterunfall geborgen
In dem Krater werden mindestens sechs weitere Todesopfer vermutet. Das 30 Meter tiefe Erdloch mit einem Durchmesser von bis zu 80 Metern war am Freitag aus noch unbekannter Ursache während der Bauarbeiten für eine U-Bahn-Station entstanden. Dabei waren Menschen und Fahrzeuge verschlungen worden.
Der Gouverneur des Bundesstaates Sao Paulo, Jose Serra bekräftigte die Meinung von Experten, dass es praktisch keine Hoffnung mehr gebe, Überlebende zu finden. "Wer da unten ist, ist wohl als Todesopfer zu registrieren", sagte Serra.
Die Bergungsarbeiten waren in der Nacht auf Montag fortgesetzt worden. Ein Sprecher des Zivilschutzes versicherte, man habe inzwischen auch den Kleinbus lokalisiert, in dem fünf der Vermissten vermutet würden. Bis zur Bergung des "offenbar völlig zerquetschten Fahrzeugs" würden aber noch viele Stunden vergehen, hieß es.
Regen erschwerte auch am Sonntag die Suche. Arbeiter sagten, eine größere Tragödie sei nur verhindert worden, weil sich der Erdrutsch mit "komischen Geräuschen" und mit an der Baustelle herabfallenden Steinchen angekündigt habe.
Zahlreiche Häuser und eine Straße des Stadtviertels wurden infolge des Erdrutsches schwer beschädigt. Mindestens 80 Familien wurden in Sicherheit gebracht. Mehrere Gebäude am Rande des Kraters sind besonders gefährdet.
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