Neuer Skandal
Organhändler stahlen Augen von Toten
Das Krankenhaus hat inzwischen auf die Vorfälle reagiert: "Wir haben bewaffnete Wachen, die die Toten begleiten, wenn sie in die Leichenhalle gebracht werden", sagte der Generaldirektor der Klinik, Ubaldo Montaguti.
Sonst bestehe die Gefahr, dass skrupellose Augenärzte die Leichen kurz in den Keller brächten, ihnen die Augen entfernten und anschließend Glasprothesen einsetzten. Dies falle unter den geschlossenen Augenlidern kaum auf. Die Staatsanwaltschaft habe die Klinikleitung bereits vor rund einem Jahr auf die Gefahr solcher illegalen Handlungen hingewiesen, schreibt "L'Espresso".
Zuvor war bekannt geworden, dass in zahlreichen Krankenhäusern in Italien erhebliche Hygienemängel bestehen. In den Gängen wurden Berge von Zigarettenkippen und Hundekot gefunden, Labors mit radioaktivem Material waren unverschlossen und im Keller der römischen Poliklinik wurde gar eine Katzenkolonie entdeckt. Nach ersten Kontrollen der Gesundheitsbehörde herrschen die schlimmsten Zustände in den süditalienischen Regionen Sizilien, Kalabrien, Latium und Kampanien.
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