Stress für Helfer

Glatteis und Schnee sorgen für viele Unfälle

Oberösterreich
18.01.2018 14:40

Noch bis Anfang nächster Woche sorgt das winterliche Wetter für Neuschnee und Glatteis, bevor wieder die Sonne und milde Temperaturen bis 10 Grad die Oberhand gewinnen. Bis dahin herrscht Gefahrenstufe Rot für Autofahrer und Fußgänger: Der Bremsweg ist um ein Vielfaches höher, rutschfeste Schuhe ein Muss.

Auch heute wird es bei Temperaturen bis zu 5 Grad noch regnen oder schneien, die Sonne kaum zu sehen sein. Das gleiche Wetterbild erwartet uns laut Alexander Ohms von der ZAMG  auch morgen und sonntags, der Wind verliert allerdings an Stärke. Auf den Bergen ist nochmals mit etwa 20 Zentimeter Neuschnee zu rechnen. Ab Dienstag dürfen wir uns wieder auf ein mildes Wetter freuen, mit Temperaturen und viel Sonne am Mittwoch und Donnerstag.
Bis dahin werden aber Schnee und Glatteis für gefährliche Situationen in OÖ sorgen. Noch wichtig: Auf den heimischen Bergen herrscht derzeit die Lawinenwarnstufe 4!

Mehr Sicherheitsabstand
Autofahrer müssen - weil auf der rutschigen Fahrbahn der Bremsweg um ein Vielfaches länger ist - den Sichertheitsabstand vergrößern, abrupte Brems- oder Beschleunigsungsmanöver vermeiden und vorausschauend fahren. "Damit vermindert man das Unfallrisiko und den Stress", weiß Marina Pree-Candido, Direktorin der AUVA-Landesstelle in Linz.

Richtiges Schuhwerk
Aber auch Fußgänger müssen derzeit sehr aufpassen, das heißt: Rutschfeste Profilsohlen sind ein Muss, Schuhe mit hohen Absätzen sollen daheim gelassen werden. Zudem sollte man, so Marina Pree-Candido, auf gute Sichtbarkeit bei der Kleidung achten. Gefährliche Stellen sollten vermieden werden, da besonders ältere Mitbürger an Tagen wie diesen sturz- und damit knochenbruchgefährdet sind.

Zahlreiche Unfälle auf den Straßen
Die winterlichen Verhältnisse sorgten auf Oberösterreichs Straßen erneut für zahlreiche Unfälle: So verlor eine 18-Jährige aus Lenzing auf der B 145 bei Traunkirchen die Kontrolle über ihren Pkw, drehte sich, prallte in eine Steinmauer und wurde von einem nachkommenden Auto gerammt. Vier Personen wurden verletzt.

Feuerwehren im Stress
Zu mehr als 70 Einsätzen wurden die Feuerwehren in OÖ seit dem Dienstag alarmiert, um verunglückte Unfallahrzeuge zu bergen. Das Gros der Zuusammenstöße verlief zum Glück ohne Verletzte. Doch beim Crash zweier Autos auf der glatten B 145 nahe Traunkirchen, mussten zwei 18-Jährige, eine 30-Jährige und eine 66-Jährige verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.   Im Linzer Unfallkrankenhaus  landete auch eine 67-jährige Autolenkerin aus Neuhofen an der Krems: Sie war auf der Heimfahrt bei Schneefall und Glatteis ins Schleudern und danach auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort konnte ein Autofahrer (43) aus Sierning nicht mehr ausweichen und prallte frontal ins Auto der Frau. Eine weitere nachkommende Lenkerin wich auf ein angrenzendes Feld aus.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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