Sicherheit

“Linz braucht zusätzliche 100 Polizisten”

Oberösterreich
17.01.2018 07:41

"Big Brother" feiert Geburtstag - genau ein Jahr ist es her, dass die Überwachungskameras in 29 Linzer Tram-Garnituren"scharf" gestellt wurden. Obwohl FP-Sicherheitsreferent Detlef Wimmer eine positive Bilanz zieht, prangert er erneut an, dass in Linz fehlt, was die beste Kamera nicht ersetzen kann: 100 Polizisten!

Das Thema Videoüberwachung in den Linzer Öffis sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen und erhitzte Gemüter. Erst seit der Einführung vor einem Jahr ist es still geworden. Die 372 Kameraaugen, die das Geschehen in den 29 Linzer Tram-Garnituren und zwei Obussen - bis2019 wird sich die Zahl auf insgesamt zwanzig erhöhen - im Blick haben, scheinen nicht nur für ein subjektives Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu sorgen, sondern laut FP-Stadtvize Detlef Wimmer dienen sie vor allem als Abschreckung für Straftäter. Wie aus dem Büro des Sicherheitsreferenten zu hören ist, hat sich die Einführung auch ausgezahlt, denn die Polizei soll 2017 nicht allzu oft Bilder bei der Linz AG angefordert haben.

Termin mit Innenminister
Doch auch wenn die Bilanz von Wimmer in Sachen Überwachung bei den Öffis, wie auch an öffentlichen Plätzen (Altstadt, Hinsenkampplatz) positiv ausfällt, stellt er neuerlich klar: "Videokameras tragen zweifelsohne dazu bei, Straftaten zu verhindern oder besser aufzuklären. Die notwendige Mannschaft der Polizei ersetzen sie aber nicht." Deshalb fordert der freiheitliche Vizebürgermeister mindestens 100 neue Beamte und hofft, dass der Bund auch die dafür notwendigen Mittel trägt. Eine Kontaktaufnahme zwecks Termin mit seinem Parteikollegen, Innenminister Herbert Kickl, hat diesbezüglich bereits stattgefunden.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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