Unmut in Steyregg

A 7-Halbanschluss in Auhof sorgt für Ärger

"Die Behördenverfahren sind kurz vorm Abschluss", sieht der Linzer SP-Stadtchef Klaus Luger den Bau der neuen A 7-Anschlussstelle Auhof ab Herbst 2019 auf Schiene. Sehr zum Ärger der Mitglieder des Vereins "Plesching will Leben", die sich völlig "überfahren" fühlen.

"Es kann nicht sein, dass über die Bewohner der Steyregger Ortschaften Plesching und Windegg einfach so drüber gefahren wird", ist Karl Rockenschaub, Obmann des Vereins "Plesching will Leben" mächtig sauer. Denn während die Linzer Stadtpolitik über den geplanten Autobahn-Halbanschluss Linz-Auhof jubelt, fühlen sich die Steyregger übergangen. Sie fürchten, dass die A 7-Anbindung, die ab 2020 für Auhof und Katzbach deutliche Entlastung bringen soll, sich negativ auf die Verkehrsströme in ihrem Gemeindegebiet auswirken könnte.

Gemeinden nicht einbezogen
Auch Bürgermeister Johann Würzburger (SBU - Steyregger Bürgerinitiative für Umwelt und Lebensqualität) teilt die Ansichten des Vereins: "Wir sind der Meinung, dass bei der Umweltverträglichkeitsprüfung nötig gewesen wäre, auch unsere Gemeinde miteinzubeziehen." Dies hat Würzburger nun auch in der geforderten Stellungnahme des Verkehrsministeriums so festgehalten: "Wir haben gute Argumente, die Vorgehensweise in Frage zu stellen."

Auch Verkehrsprognose ist umstritten
Denn auch die Verkehrsprognosen für den Autobahn-Halbanschluss sind laut den Mühlviertlern völlig falsch. Die Gemeinde betreibt nämlich mit dem Verein bereits seit dem Jahr 2010 eine Dauerzählstation für Verkehr in Plesching. Und die von den Planern angegebenen Zahlen decken sich in keinster Weise mit den tatsächlich Gemessenen. Würzburger: "Wir haben das Recht, dass geprüft wird, wie sich die Straßenbauvorhaben von Linz, Land und Asfinag auf unsere Bevölkerung auswirken werden!"

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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