Do, 25. April 2019
19.12.2017 15:50

Fußgänger getötet:

Dunkelheit als große Gefahr

Tödlich verletzt wurde ein Ungar (61), als er dunkel gekleidet im Dunklen die Fahrbahn in St. Marienkirchen/Schärding überqueren wollte - ein Autolenker (35) übersah ihn und rammte ihn, wir berichteten. In Gramastetten gab es nun einen ähnlichen Unfall, bei dem eine Frau verletzt wurde. Experten raten dringend dazu, für Sichtbarkeit zu sorgen, wenn man im Winter zu Fuß unterwegs ist.

Der tödliche Unfall in St. Marienkirchen passierte am Montagabend - schon am nächsten Tag in der Früh gab es einen ganz ähnlichen Crash in Gramastetten: Eine 51-jährige Einheimische überquerte bei Dunkelheit einen Schutzweg und wurde von einem 19-jährigen Autolenker aus Herzogsdorf gerammt. Der junge Mann hatte die Frau zu spät gesehen, wollte noch ausweichen, erfasste sie jedoch mit der Fahrzeugfront. Die Fußgängerin wurde verletzt.

Diese beiden Unfälle bestätigen die Statistik genau: Demnach verunglückt im Dezember in Oberösterreich jeden Tag ein Fußgänger wegen schlechter Sicht!

Helle Kleidung könnte Unfallrisiko mindern
Dunkle Kleidung ist oft die Ursache: Während ein Autolenker reflektierende Kleidung bei Dunkelheit schon aus 150 Metern Entfernung erkennen kann, ist er schon bis auf 20 Meter herangefahren, bis er einen schwarz gekleideten Passanten zum ersten Mal sieht - meist eine viel zu kurze Entfernung, um noch rechtzeitig anhalten zu können. Wer dagegen helle Kleidung mit Reflektoren trägt, verringert sein Unfallrisiko laut Kuratorium für Verkehrssicherheit um 50 Prozent.

Großteil verzichtet auf Schutz
Dennoch verzichten 72 Prozent der 25- bis 64-Jährigen auf diese einfache Schutzmaßnahme: "Häufige Gründe für den Verzicht auf gut sichtbare Kleidung sind modische Aspekte und Eitelkeit", weiß KfV-Experte Klaus Robatsch. Auch bei den Kindern tragen 39 Prozent keine Reflektoren am Körper.

Jenem 61-jährigen Ungarn, der an der Raststätte bei Schärding tödlich überfahren wurde, hätten solche Reflektoren das Leben retten können.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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