04.01.2007 14:46 |

"Umweltschutz"

Hawaii will Touristen zum Nichtrauchen erziehen

Hawaii ist bekannt für seine gute Luft, für im Wind wedelnde Palmen, hohe Wellen für Surfer - und seit Ende 2006 auch für das strengste Anti-Rauchergesetz in den USA. Das neue Gesetz geht sogar so weit, dass es auch im Freien nur unter Einhaltung eines Mindestabstands zu Fenstern und Gängen das Rauchen erlaubt. Nun fürchten die Hawaiianer um ihre Touristen, denn der Großteil der jährlich Millionen Fremden kommt aus Japan, und die sind zumeist starke Raucher. Nach einer Statistik aus dem Jahr 2005 rauchen 45 Prozent der männlichen Japaner.

Dass das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, in Krankenhäusern, Flughäfen oder Bussen verboten ist, ist keine Besonderheit. Auch rauchfreie Restaurants und Bars ist man von den USA oder auch einigen anderen Staaten wie etwa Irland, Italien oder auch Frankreich gewohnt. Neu hingegen ist hingegen das Rauchverbot am International Marketplace in Waikiki, der unter freiem Himmel abgehalten wird.

Nichtrauchen als "Umweltschutz"
Dabei wurde dem strengen Anti-Rauchergesetz der "grüne Mantel" umgehängt, denn das Rauchverbot im Freien wird unter dem Titel "Umweltschutzgesetz" gehandelt und nicht als "Rauchverbot", so Marsha Wienert vom staatlichen Fremdenverkehrsamt.

Wie auch in den restlichen USA ist das Zuwiderhandeln gegen die Raucherbestimmungen sehr teuer. Wer an verbotenen Stellen raucht, wird zu Geldstrafen von 50 Dollar plus Gerichtskosten verurteilt. Für Restaurant- oder Hotelbesitzer wird es sogar noch teurer: Das erstmalige Vergehen wird mit 100 Dollar, das zweite Vergehen mit 200 Dollar - jedes weitere Zuwiderhandeln mit 500 Dollar Bußgeld geahndet. (pte) 

Symbolbild