Di, 16. Oktober 2018

Spekulationsobjekt

29.11.2017 10:27

Fast 11.000 Dollar wert: Bitcoin auf Rekordjagd

Die Rekordjagd der Digitalwährung Bitcoin geht ungebremst weiter. Am Mittwochvormittag erreichte der Kurs an wichtigen Handelsbörsen bei etwas unter 11.000 US-Dollar (9253 Euro) einen neuen Höchststand. In den vergangenen Tagen war der Bitcoin immer wieder auf neue Rekordstände gestiegen. Seit Beginn des Jahres hat sich der Wert der Digitalwährung in etwa verzehnfacht.

Während der Bitcoin von einem Rekordhoch zum nächsten springt, sehen Experten eine gefährliche Marktübertreibung. Je höher der Kurs der Digitalwährung steigt, desto eindringlicher wird vor den Folgen einer platzenden Preisblase gewarnt.

Erster Bitcoin-Terminkontrakt wird erwartet
Hintergrund für den enormen Kursanstieg sind Spekulationen, dass die renommierte US-Börse CME noch dieses Jahr einen Future - ein sogenannter Terminkontrakt - auf Bitcoin auflegt. Mit einem solchen Finanzprodukt würden Investoren leichteren Zugang zu der virtuellen Währung haben und auf steigende oder fallende Kurse wetten. "Dieser Future könnte als eine Art Dosenöffner für den Massenmarkt dienen", sagte Analyst Timo Emden vom Brokerhaus CMC Markets.

Ein indexbasierter Fonds (ETF) auf Bitcoin dürfte nach Meinung von Experten bald folgen. "Schlag auf Schlag könnten Börsenbetreiber ihre Produktpalette Bitcoin-spezifisch anpassen, den Massenmarkt via verschiedenster Handelsinstrumenten bedienen und gleichzeitig eine Menge Geld in die eigenen Kassen spülen."

Banker warnen vor hohen Kursschwankungen
Zahlreiche Banker warnen allerdings vor Geldanlagen in die virtuelle Währung, für die keine Zentralbank einsteht und die nicht reguliert ist. Kursschwankungen im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit, manch Analyst spricht von einem "Spekulations-Tsunami", der da gerade in Gang sei.

Der Bitcoin ist der bekannteste Vertreter von Digitalwährungen, oder auch Kryptowährungen genannt. Anders als herkömmliche Währungen werden sie nicht von Zentralbanken und Regierungen kontrolliert. Befürworter schätzen die Freiheit und Anonymität, Kritiker warnen vor Missbrauch etwa zur Finanzierung krimineller Handlungen.

 krone.at
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