Sa, 20. Oktober 2018

Quartett in U-Haft

22.11.2017 11:40

Bande "züchtigt" 18-Jährigen über eine Stunde lang

Die Polizei hat in Klagenfurt eine vierköpfige kriminelle Jugendbande festgenommen. Ihr werden unter anderem schwerer Raub, schwere Körperverletzung und schwere Nötigung zur Last gelegt. Bisher sind zwei Opfer bekannt. Ein 18-Jähriger wurde laut Polizei über eine Stunde lang "gezüchtigt", gequält und erniedrigt. Ein 28-Jähriger wurde von dem Quartett in seiner Wohnung überfallen und ausgeraubt.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um vier junge Männer. Anführer der Gruppe ist laut den Ermittlungen ein 19-jähriger Tschetschene. Die anderen drei Festgenommenen sind einheimische Schüler, zwei im Alter von 17 Jahren, einer erst 15 Jahre alt. Sie sind mehrfach amtsbekannt und vorbestraft. Nun sitzen sie in Untersuchungshaft.

28-Jährigen überfallen
Der Überfall auf den 28-Jährigen ereignete sich Ende Oktober. Als die vier Maskierten an seine Tür klopften, öffnete der Klagenfurter. Sofort wurde er angegriffen und mit einem Messer bedroht. Die Täter wendeten massive Gewalt an, schlugen und traten ihn, und raubten dem Beschäftigungslosen schließlich das Handy, den Fernseher, etwas Bargeld und Drogen. Der 28-Jährige erlitt einen Nasen- und einen Jochbeinbruch sowie multiple Prellungen.

Bande im Drogenmilieu unterwegs
"Das hat sich alles im Suchtgiftmilieu abgespielt. Wir gehen davon aus, dass das keine Zufallstat war", sagte Ermittler Gottlieb Schrittesser am Mittwoch. Die Verdächtigen dürften das Opfer also gekannt haben. Es laufen zusätzlich Ermittlungen nach dem Suchtmittelgesetz. Sowohl das Quartett als auch das Raubopfer werden angezeigt.

18-Jährigen brutal gequält
Im Zuge der Raubermittlung stießen die Polizeibeamten auf einen weiteren Vorfall, für den die Gruppe verantwortlich sein soll. Einige Tage nach dem Raub verpassten die Vier einem 18-Jährigen, der Schulden aus dem Suchtgiftkauf hatte, eine Abreibung. Über eine Stunde lang wurde er geschlagen und erniedrigt. Das Opfer war derart eingeschüchtert, dass er den Vorfall weder anzeigte noch zu einem Arzt ging.

Einbrüche in Kärnten
Die Polizei geht davon aus, dass weitere Straftaten auf das Konto des Schlägertrupps gehen. Schrittesser: "Aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter und weil die Opfer aus dem Suchtgiftmilieu selbst Ermittlungen zu befürchten hatten, gibt es da keine Anzeigen. Aus dem Milieu gibt es generell selten Anzeigen." Auch einige Einbruchsdiebstähle im Raum Klagenfurt sollen auf das Konto des Quartetts gehen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.