Beisetzung

USA: Abschied von Gerald Ford mit Staatsakt

Ausland
02.01.2007 22:36
Die USA haben sich am Dienstag mit einem Staatsakt von ihrem ehemaligen Präsidenten Gerald Ford verabschiedet. An der Feier in der National Cathedral in Washington nahmen der amtierende Präsident Bush und drei seiner Vorgänger teil: sein Vater George Bush, Bill Clinton und Jimmy Carter. Im Anschluß wurde der Sarg zum Luftwaffenstützpunkt Andrews gebracht und zur Beisetzung nach Michigan geflogen.

Zu Beginn der Zeremonie geleitete Bush Fords Witwe Betty zu ihrem Platz in der Kathedrale. Im Angesicht des mit der US-Flagge bedeckten Sarges erinnerten die Redner an die Bescheidenheit Fords, der sich mit einer Karriere als Kongress-Abgeordneter zufrieden gegeben habe, bis ihn die Geschichte in das höchste Amt der USA berufen habe. "In Präsident Ford hat die Welt das Beste von Amerika gesehen", sagte Bush.

Sein Vater, Altpräsident George Bush, lockerte den Staatsakt mit einer scherzhaften Erinnerung an die Leistungen des Verstorbenen als Golfspieler auf: Ford habe gewusst, dass er sich verbessert habe, als er weniger Zuschauer getroffen habe als vorher. Henry Kissinger, der unter dem Republikaner Ford Außenminister war, würdigte dessen Beitrag zur Rüstungskontrolle und seine Bemühungen um Frieden im Nahen Osten.

Zu Ehren des Verstorbenen blieben die meisten Behörden am Dienstag ebenso geschlossen wie die New Yorker Börsen. Auch in Europa blieben Botschaften und Konsulate geschlossen. Dem Nationalen Trauertag gingen zwei Tage voraus, an denen tausende von Amerikanern an dem in der Rotunde des Kapitols aufgebahrten Leichnam vorbeizogen. Die Beisetzung findet am Mittwoch in Grand Rapids in Michigan statt, wo Ford aufwuchs. Seine sterblichen Überreste werden auf dem Gelände des nach ihm benannten Museums in Grand Rapids im US-Bundesstaat Michigan beigesetzt.

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