Mo, 20. August 2018

Luftige Überprüfung:

14.11.2017 15:49

"Brüchiger Dom" mit Klebeband gesichert

Seit 93 Jahren ragt das Kreuz des Linzer Mariendoms in 132 Metern Höhe über den Dächern von Linz. Derzeit sind in schwindelerregender Höhe drei Steinmetze der Dombauhütte für eine "Turmbefundung" unterwegs. Dombaumeister Wolfgang Schaffer hofft, dass man nicht viel findet.

"Krone": Wie läuft diese "Turmbefundung" ab?
Wolfgang Schaffer: Der Turm ist ein Sechseck mit steil zulaufenden Dreiecken zur Spitze hinauf. Diese werden nach der Reihe auf Schadstellen untersucht. Dazu seilen sich die Steinmetze ab.

"Krone":Wie oft passiert diese Überprüfung?
Schaffer: Alle zwei bis drei Jahre, aber es war lange Zeit nichts gemacht worden.

"Krone": Wurden  gravierende Schäden gefunden?
Schaffer: Zum Glück hielt sich bisher alles in Grenzen. Eine Steinblume im oberen Bereich des Turms machte uns schon vor Jahren Sorgen. Diese wurde vorerst mit extrem starkem Klebeband gesichert, ehe sie sicher nach unten abgeseilt werden konnte.

"Krone": Wie laufen Reparaturarbeiten in diesen großen Höhen ab?
Schaffer: Risse in Steinbauteilen werden mit Spezialmörtel verschlossen, schädliche Krusten auf den Steinen mit Niederdruckstrahlverfahren entfernt. Die Verklebung von Rissen macht Steine wieder statisch belastbar und verhindert auch das Eindringen von Wasser.

"Krone": Wie aufwändig ist die Dom-Instandhaltung?
Schaffer: Mit 4000 Arbeitsstunden pro Jahr dauert es immerhin vierzig Jahre, bis man einmal  mit Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten draußen einmal um den gesamten Dom herumkommt.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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