Sa, 20. Oktober 2018

Sie heißt "Belmont"

14.11.2017 14:33

Bill Gates baut sich in der Wüste eine ganze Stadt

Bill Gates, der zweitreichste Mann der Welt, hat mit einer Investmentfirma in der Wüste von Arizona ein 101 Quadratkilometer großes Stück Land gekauft, um die Stadt der Zukunft zu bauen. Sie soll "Belmont" heißen, wird am Reißbrett geplant - und könnte als Vorlage für die "smarten" Städte der Zukunft dienen, hofft Gates.

Gates hat den Landstrich 45 Kilometer westlich der Großstadt Phoenix um 80 Millionen US-Dollar über eine von ihm kontrollierte Investmentfirma erstanden. Geplant sei eine "fortschrittlich denkende Gemeinschaft" mit modernster Infrastruktur, von der Einwohnerzahl her fast so groß wie Linz.

Belmont: Hightech-Stadt für 160.000 Menschen
Belmont soll Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, Datenzentren, neuartige Produktionsstätten, autonome Fahrzeuge und vollautomatische Logistik bieten, berichtet das US-amerikanische IT-Portal "CNET". Schaffen es Gates und seine Partner, ihre Versprechungen einzuhalten, könnte Belmont als Vorlage für die Stadt der Zukunft dienen.

Die Ausmaße der neuen Stadt sind gewaltig: Gates und seine Partner wollen auf einer Fläche, die halb so groß wie die oberösterreichische Landeshauptstadt Linz ist, Wohnraum und Arbeit für 160.000 Menschen schaffen. Geplant seien 80.000 Wohneinheiten und 15 Quadratkilometer mit Büros und Geschäftslokalen. Für Schulen sind zwei Quadratkilometer Raum vorgesehen, Parks und andere öffentliche Flächen sollen weitere 15 Quadratkilometer einnehmen.

Wissenschaftler erforschen weltweit "Smart Cities"
Gates und seine Partner springen mit ihrem Plan auf ein Thema auf, das Wissenschaftler und Stadtplaner schon seit Jahren beschäftigt. Unter dem Schlagwort "Smart City" erforschen sie, wie moderne Technologien dafür genutzt werden können, trotz zunehmender Urbanisierung und immer dichter besiedelten Ballungszentren das effiziente Funktionieren der städtischen Infrastruktur zu gewährleisten.

Um dieses Ziel zu erreichen, experimentieren Smart-City-Forscher mit intelligenten Stromnetzen, mit Sensoren gespickter vernetzter Infrastruktur, erneuerbarer Energie und der Speicherung selbiger, und neuen Verkehrskonzepten. Das Thema ist auch in Europa präsent: In Barcelona findet aktuell gerade der Smart City Expo World Congress statt, eine Fachmesse mit immerhin 17.000 Teilnehmern.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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