Müssen wir frieren?

EU wegen Gas-Streit von Erdgas-Mangel bedroht

Ausland
27.12.2006 22:42
Der russische Gaskonzern Gazprom hat Europa vor einem Lieferengpass gewarnt, falls es wegen Preisstreitigkeiten zu Gas-Blockaden in Weißrussland kommen sollte. "Gazprom hat heute entsprechende Briefe an seine Partner in Litauen, Polen und Deutschland geschickt", sagte Konzernchef Miller am Mittwoch. Weißrussland habe eine "zerstörerische Position" eingenommen, kritisierte er.

"Wir hatten einen warmen Herbst und unsere Gasspeicher sind voll", beruhigt ein OMV-Sprecher. Österreich beziehe kein russisches Erdgas über Weißrussland und müsste bei einer weisrussischen Blockade seine Lager nicht anzapfen. Die gespeicherte Gasmenge entspreche 29 Prozent des österreichischen Jahresverbrauchs von neun Milliarden Kubikmetern Gas und reiche für drei Monate. "Damit ist unser Gasvorrat relativ gesehen der höchste in Europa", so der Sprecher.

EU-Vorräte reichen nur wenige Tage
Gazprom erklärte hingegen, die Lager des Konzerns in der EU würden nur für "wenige Tage" ausreichen, sollte Weißrussland die für die Durchleitung nach Europa vorgesehenen Gasmengen abzweigen. "Es gibt längerfristig leider keine Möglichkeit, eine volle Kompensation sicherzustellen, wenn Weißrussland seinen eigenen Gasbedarf aus den Transitmengen abzieht", sagte Gazprom-Vizechef Medwedew.

"Gazprom" droht Weißrussland mit einem Lieferstopp ab 1. Jänner, falls es nicht einen viermal höheren Preis zahlt. Durch Weißrussland verlaufen allerdings die Pipelines, die Europa mit russischem Gas versorgen. Weißrussland droht daher, die Gasdurchleitung nach Westeuropa zu stoppen, wenn Russland die für das Land selbst vorgesehenen Lieferungen einstellt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
27.12.2006 22:42
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung