Einige weigern sich

Wels will Orte für Wirtschaftspark ködern

Oberösterreich
30.10.2017 17:50

Anfang 2017 wurde der Wirtschaftspark Voralpenland gegründet. 16 Wels-Land-Gemeinden und die Stadt Wels sind dabei, bringen Betriebsbauflächen und Geld ein. Dass jene Gemeinden mit vielen Baugrundstücken den Beitritt verweigern, ist Wels immer noch ein Dorn im Auge.

Mit Argusaugen will der Welser Wirtschaftsreferent Peter Lehner (VP) beobachten, ob die  "Wirtschaftspark-Verweigerer" Marchtrenk, Sattledt und Eberstalzell weitere Betriebsbaugebiete widmen dürfen. Sie sind zwar mit großen Arealen gesegnet, die Reserven werden aber irgendwann zu Ende gehen." Wir als Stadt Wels sind quasi gezwungen worden, beizutreten und unsere Flächen einzubringen. Dort sollten wir unsere Probleme mit dem Flächen-Mangel lösen. Nur die Gemeinden, die wirklich viele Flächen zur Verfügung hätten, wollen nicht mitmachen", ist Lehner verärgert.

Obmann Rabl will Überzeugungsarbeit leisten
Wirtschaftspark-Obmann ist der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP). Auch er will Überzeugungsarbeit leisten, um die lukrativen Gemeinden einzugliedern. "Die Flächen der Stadt Wels sind im Wesentlichen aufgebraucht, aber wir können zumindest neue widmen." Ein Problem wären auch verkaufsunwillige Eigentümer von Betriebsbaugründen.

Marchtrenks Bürgermeister: "Welser wollen nur mitnaschen"
Marchtrenks Bürgermeister Paul Mahr (SP) amüsiert sich über die ständigen Bekehrungsversuche: "Unsere Gemeinde hat letztes Jahr mehr Jobs als Wels geschaffen. Wir werden sicher nicht unser Mitspracherecht einschränken, indem wir beitreten. Flächen haben wir noch genug - und die Welser wollen ja nur mitnaschen."

Austritt möglich
Übrigens: Falls Wels gar nicht mehr zufrieden ist, könnte die Stadt aus dem Wirtschaftspark austreten. Das ist vertraglich möglich.

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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