Di, 21. August 2018

"An dir zu weinen"

30.10.2017 14:04

Empörung über Kevin Spaceys Coming-out

Viele Hollywood-Kollegen von Kevin Spacey reagieren empört über das Coming-out des Stars. Es sei ein Versuch, vom Opfer seiner sexuellen Belästigung abzulenken.

Nachdem der Schauspieler Anthony Rapp die Anschuldigung erhoben hatte, der "House of Cards"-Darsteller habe ihn im Alter von 14 Jahren bei einer Party sexuell belästigt, veröffentlichte Spacey am Wochenende ein Statement, in dem er erklärte, er erinnere sich nicht daran, sollte es aber so gewesen sein, entschuldige er sich dafür.

"Lebe als schwuler Mann"
Dies habe ihn dazu ermutigt, auch andere Dinge in seinem Leben anzusprechen: "Ich habe mein ganzes Leben über Männer geliebt und romantische Begegnungen mit ihnen gehabt, und jetzt entscheide ich mich dafür, als schwuler Mann zu leben."

Viele Promis reagierten auf die Erklärung verärgert. "Charmed"-Star Rose McGowan kritisierte den 58-Jährigen, dass er sich ausgerechnet jetzt oute und so den medialen Fokus auf seine Homosexualität statt auf den Belästigungsskandal locke.

"An dir zu weinen"
Auf Twitter schrieb sie: "Liebe Medien: Konzentriert euch weiter auf #AnthonyRapp SEID DIE STIMME DES OPFERS. Helft uns, das Spielfeld fair zu halten." Später fügte sie hinzu: "Bye bye, Spacey, auf Wiedersehen. Es ist nun an dir zu weinen, deshalb müssen wir uns verabschieden."

"Keine Entschuldigung"
Auch Comedian Guy Branum entlarvte Spaceys Strategie: "Der Klassiker, um sich zu outen, ist ein PR-Vorwand, um die Leute davon abzulenken, dass du früher andere sexuell belästigt hast."

Schauspieler Billy Eichner erklärte nur: "Dieses Kevin-Spacey-Statement. Nein. Absolut nein. Nein." Dieses "Nein" hob auch Autor Dan Savage hervor: "Es gibt keine entschuldbare Menge an Alkohol, die eine Belästigung eines 14-jährigen Kindes entschuldigt oder erklärt." Später fügte er noch hinzu: "Es tut uns leid, aber Ihr Antrag zur Gay-Community zu gehören, wurde abgelehnt."

Pamela Fidler-Stolz
Pamela Fidler-Stolz

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