Mi, 12. Dezember 2018

46% der Stimmen

15.10.2017 21:24

SP verteidigt Platz 1 in Krems deutlich

Krems hat gewählt - und wenigstens auf Gemeindeebende durfte die SP jubeln. Mit einem Plus von 8,2 Prozent baute Stadtchef Reinhard Resch seine Führung aus. Herausforderer Erwin Krammer von der VP verfehlte sein Ziel, das Amt des Bürgermeisters zurückzuerobern, klar. Starke Zuwächse gab es für die Freiheitlichen.

Herausforderer Erwin Krammer von der VP verfehlte sein Ziel, das Amt des Bürgermeisters zurückzuerobern, klar. Starke Zuwächse gab es für die Freiheitlichen.Das Stadtwappen mit dem doppelköpfigen Adler gab am Sonntag das Motto vor: Denn in Krems galt es, die Ergebnisse von zwei Wahlen im Auge zu behalten. Die Freiheitlichen bestritten den zweifachen Urnengang auch mit einer Doppelspitze: FP-Nationalrat Walter Rosenkranz und Ehefrau Susanne - Listenerste vor Ort - spazierten gemeinsam ins Lokal nach Mitterau. Ihr Ziel war ein viertes Mandat im Stadtparlament: "Der Himmel ist blau, ein gutes Omen!"

Im bürgerlichen Egelsee tauchte die Sonne die umliegenden Wälder in herbstliches Gold. Betont entspannt gab Erwin Krammer (VP) nach der Sonntagsmesse seine Stimme ab. Die Ruhe sollte bis zur "Zeugnisverteilung" am Abend halten.

"Heute ist ein schöner Tag"
Die Holztür zum Bürgermeister-Büro im geschichtsträchtigen Rathaus stand ab dem frühen Morgen offen. "Heute ist ein schöner Tag", sagte Reinhard Resch. Ob es auch ein guter Tag werde, dürfte erst der Abend zeigen, betonte der SP-Stadtchef und meinte damit weniger das Ergebnis als den Ablauf. Denn der doppelte Urnengang stelle eine Herausforderung dar. Prognose wollte Resch keine wagen: "Ich bin sehr dankbar, dass ich fünf Jahre lang an der Spitze der Stadt arbeiten durfte."

Erst in den Abendstunden schließlich Klarheit: Die SP legt auf 46,09 Prozent zu und ist somit stimmenstärkste Partei in sämtlichen Sprengeln. Abgerutscht ist indes die VP - auf 26,65% und den deutlichen zweiten Platz. Die FP verdoppelt sich beinahe und hält bei 15 Prozent, Grüne und Kommunisten verlieren leicht. Für die Unabhängige Bürgerliste wird die Wahl nach der Abspaltung ihrer beiden Gemeinderäte - die mit ProKrems immerhin 2,33% erhielten - zum Totalausfall.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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