So, 16. Dezember 2018

Streit mit Trump

08.10.2017 11:31

Kim behält Atomprogramm: "Mächtige Abschreckung"

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sein Atomwaffenprogramm verteidigt. Es sei eine "mächtige Abschreckung", die die Souveränität des Landes garantiere, berichteten die Staatsmedien des abgeschotteten Landes am Sonntag. Die Meldungen wurden veröffentlicht, kurz nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit mit dem kommunistischen Land nachgelegt hatte.

"Nur eine Sache wird funktionieren", twitterte Trump am Samstag, ohne zu erläutern, was genau er damit meint. Allerdings bekräftigte er seine Ansicht, dass Gespräche mit Nordkorea eine Zeitverschwendung seien.

Präsidenten und Regierungen hätten 25 Jahre lang mit Nordkorea gesprochen, es seien Vereinbarungen getroffen und Riesenmengen Geld ausgegeben worden. "Hat nicht funktioniert", fuhr Trump fort. "Vereinbarungen (wurden) verletzt, bevor die Tinte trocken war, USA-Unterhändler wurden zum Narren gehalten. Tut mir leid, aber nur eine Sache wird funktionieren!"

Entwicklung von Atomwaffen und Wirtschaft "absolut richtig"
Nordkoreas Staatsmedien zufolge sprach Kim die "komplizierte internationale Situation" bereits am Samstag bei einer Rede vor dem einflussreichen Zentralkomitee der regierenden Arbeiterpartei an. Die Lage zeige, dass die parallele Entwicklung von Atomwaffen und der Wirtschaft absolut richtig sei. Zugleich stärkte Kim die Position der Herrscherfamilie im Machtapparat des Landes. Seine Schwester Kim Yo Jong wurde zum stellvertretenden Mitglied des Politbüros ernannt.

Nordkoreas Führung hatte die Weltgemeinschaft mit neuen Atombomben- und mehreren Raketentests aufgeschreckt. Das Land arbeitet an atomwaffenfähigen Raketen, mit denen das US-Festland erreicht werden kann.

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