Mo, 22. Oktober 2018

Urteil in New York

25.09.2017 21:16

Sexnachrichten an Teenager: Politiker muss in Haft

Ein Cybersex-Skandal hat vor einigen Jahren sämtliche Karrierehoffnungen des einstigen Hoffnungsträgers der US-Demokraten, Anthony Weiner, begraben. Nun ist der ehemalige Kongressabgeordnete wegen Sexbotschaften an eine Minderjährige zu 21 Monaten Haft verurteilt worden. "Dies ist ein schweres Verbrechen, das eine schwere Strafe verdient", sagte die New Yorker Richterin Denise Cote nach Angaben des US-Justizministeriums am Montag bei der Verkündung des Strafmaßes.

Weiner hatte sich im Mai schuldig bekannt, Sexfotos und anzügliche Botschaften über Onlinedienste an eine 15-Jährige geschickt zu haben. Dies tat er zu einer Zeit, in der seine Ehefrau, die Politikberaterin Huma Abedin, im Wahlkampfteam der Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton arbeitete.

Deal mit der Staatsanwaltschaft
Weiners Schuldeingeständnis war Teil einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, die im Gegenzug die Dauer der von ihr geforderten Haftstrafe deutlich absenkte. Ohne das Geständnis hätte ihm eine bis zu zehnjährige Haftstrafe gedroht.

Die Laufbahn des 53-jährigen war schon vor Jahren durch Cybersex-Skandale beschädigt worden. 2011 musste er seinen Sitz im Repräsentantenhaus niederlegen, nachdem er Sexnachrichten mit sechs verschiedenen Frauen ausgetauscht hatte.

Als "Carlos Danger" auf der Suche nach Frauen
Zwei Jahre später bewarb er sich dennoch um das Amt des Bürgermeisters von New York. Im Wahlkampf kam dann heraus, dass er unter dem Namen "Carlos Danger" erneut Cybersex betrieb. Damit waren seine Chancen dahin.

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