Gemeinde Zellberg

Wasser aus den eigenen Quellen

Tirol
30.09.2017 21:10

Das ambitionierte Ziel der Gemeinde Zellberg im Zillertal ist, künftig alle Haushalte mit dem Wasser von zwei eigenen Quellen zu versorgen. Die Fertigstellung des ersten Abschnittes steht bevor - 2,1 Millionen Euro sind allein hierfür nötig. Bis die autonome Versorgung aber gänzlich realisiert ist, dauert es noch einige Jahre.

Von der Existenz der beiden Quellen im eigenen Gemeindegebiet weiß Bürgermeister Andreas Fankhauser schon lange, doch aufgrund der hohen Kosten war eine Erschließung bisher nicht möglich. "Erst vor drei Jahren konnten wir mit der Planung und dann auch mit der Realisierung beginnen", klärt der Dorfchef auf.

Seit Dezember 2016 in Betrieb

Die erste der zwei Quellen wurde im Laufe der vergangenen Monate erschlossen. Außerdem wurden sämtliche Leitungen verlegt und der Hochbehälter mit modernster Technik versehen. "Bereits seit Dezember 2016 wird ein Teil der Haushalte mit diesem Quellwasser versorgt", teilt der Bürgermeister mit und ergänzt: "Ein Teilstück in Zellbergeben fehlt uns noch. Sobald die Finanzierung - 300.000 Euro - dafür gesichert ist, werden wir diesen Abschnitt fertigstellen. Für das ganze Projekt sind hingegen noch zehn bis 15 Jahre nötig."

"Wir wollen uns auf keinen Fall abkapseln"

Teile von Zellbergeben werden derzeit über den Wasserverband Zell am Ziller versorgt - also jener Gemeinde, in der seit Jahren über den angeblichen Kalk im Wasser aus dem Tiefenbrunnen debattiert wird und mittlerweile intensiv geprüft wird, ob eine Revitalisierung der vorhandenen Quellen am Rohrberg realisierbar ist. Doch das ist für Fankhauser nicht der Grund dafür, seine Gemeinde mit eigenem Wasser versorgen zu wollen. "Wir wollen uns nicht abkapseln, uns geht es um die Löschwasserversorgung. Im Bereich Zellberg hatten wir bis zum Projektstart keinen einzigen Hydranten. Die Florianijünger mussten das Wasser immer ansaugen", so Fankhauser.

Wasserpreis wird ansteigen

Der Wasserpreis liegt bei 0,70 Cent pro Kubikmeter. Bald wird er auf 1 Euro erhöht. "Das geht vom Land aus, das uns bisher finanziell auch unterstützt hat", sagt der Dorfchef.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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