Mo, 25. Juni 2018

Nach Rassismus-Eklat

26.09.2017 13:34

"Causa Gurten" zeigt düsteres Sittenbild

Samstag war bei der Bundesliga-Konferenz auf "Sky" mehr als einmal vom Rassismus-Eklat beim ÖFB-Cup-Spiel Gurten - Altach die Rede gewesen - und gestern beim Drittliga-4:1 der Innviertler in Pasching. Heißt: Die Causa nimmt für den Regionalliga-Achten kein Ende, zumal ja auch noch eine Bestrafung durch den ÖFB wartet. Während sich nun auch ein Sittenbild zeigt.

Auch wenn sowohl Referee  Eisner als auch Gurten-Obmann Reisegger die  Schmährufe gegen Bernard Tekpetey erst nach dessen "Hals-ab"-Geste in der 106. Minute gehört haben wollen. Nicht nur für die "Krone" steht fest:   Der Altach-Ghanaer war Mittwoch von Beginn an aufgrund  seiner  Hautfarbe   beschimpft und beleidigt worden!

Empfindliche Geldstrafe
Weshalb  der ÖFB Gurten nicht nur  zu einer empfindlichen Geldstrafe verurteilen könnte,  sondern  auch daran  denkt,  Funktionäre des Drittligisten verpflichtend in einen  Anti-Rassismus-Workshop zu schicken. Obwohl  die gestern vorm 4:1 bei den LASK Juniors OÖ als Zeichen der Distanzierung von jeglicher Form von Rassismus ein  10m-Transparent entrollten. Nachdem sie Mittwoch zu lange weggehört hatten.

Zeuge schildert Vorfall
Als offenbar vorwiegend ältere  Zuseher ständig Beleidigungen  gegen Tekpetey geäußert hatten, obwohl sie laut Zeugen von Jüngeren immer wieder aufgefordert wurden, dies zu unterlassen. Ein Zeuge: "Sie waren sich offenbar nicht bewusst, was sie tun! Man hatte  den Eindruck, dass sie das nicht wirklich ernst meinen würden, sich daraus eher einen Spaß machen!" Was auch ein düsteres Sittenbild zeigt, die Causa nicht viel weniger schlimm macht!

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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