Annans Nachfolger
Ban Ki Moon als neuer UN- Generalsekretär vereidigt
Bei seiner Vereidigung kündigte der Koreaner an, als Brückenbauer wirken zu wollen. In seinem Amtseid vor der UNO-Vollversammlung in New York sagte Ban zu, nur den Interessen der Vereinten Nationen zu dienen und keine Weisungen von Regierungen oder anderen Organisationen anzunehmen.
Der UNO-Generalsekretär ist der oberste Verwaltungsbeamte der Weltorganisation und hat erheblichen politischen Einfluss. Bans Kandidatur war im Sicherheitsrat breit unterstützt worden, nachdem sich mehrere Mitbewerber zurückgezogen hatten. Alle fünf Veto-Mächte sprachen sich für ihn aus.
Der Südkoreaner gilt als erfahrener, aber eher farbloser Diplomat, dem das Charisma Annans fehlt. Der 1944 während der japanischen Besatzung Koreas als Kind einer Bauernfamilie geborene Ban trat 1970 direkt nach seinem Universitätsabschluss in Internationalen Beziehungen in Seoul in den Dienst des Außenministeriums. Zu den Stationen seiner Karriere gehörten Posten in Neu-Delhi, Washington, am UNO-Sitz in New York und in Wien. An der Spitze des Ministeriums stand er seit Jänner 2004.
Ban hat angekündigt, sich für die Reform Vereinten Nationen stark zu machen. Die UNO müsse "effektiver, effizienter und relevanter" für die Lösung von Problemen wie Terrorismus, der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen und der Umweltzerstörung werden, sagte er in einem Interview. Auch an Konfliktherden wie dem Nahen Osten will er der Weltorganisation zu einer sichtbareren Rolle verhelfen.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.