Höchststrafe
13-Jährige vergewaltigt: 15 Jahre Haft
Ausland
14.12.2006 10:48
Das deutsche Landgericht Dresden hat den Entführer und Peiniger der Schülerin Stephanie am Donnerstag zur Höchststrafe von 15 Jahren verurteilt. Außerdem wurde die anschließende Sicherungsverwahrung für Mario M. angeordnet. Er hat sich der Geiselnahme, Vergewaltigung, des sexuellen Kindesmissbrauchs und der Körperverletzung schuldig gemacht.
Der 36-Jährige hatte gestanden, die damals 13-Jährige im Januar in seine Gewalt gebracht, sie über fünf Wochen gefangen gehalten, sexuell missbraucht und gequält zu haben. Das Gericht folgte im Urteil der Forderung der Nebenklage. Die Staatsanwaltschaft hatte auf 14 Jahre und neun Monate plädiert. Die Verteidigung hatte auf einen Strafantrag verzichtet und für eine Sozialtherapie im Gefängnis plädiert.
"Der Angeklagte hat ein 13-jähriges Mädchen entführt und gefangen gehalten, um seine eigenen, vor allem sexuellen Bedürfnisse auf unbestimmte Zeit zu verwirklichen", sagte der Vorsitzende Richter Tom Maciejewski in der Urteilsbegründung. Er habe in rücksichtsloser Weise über die Interessen eines Kindes hinweg gesehen und an ihm "massivste und erniedrigende sexuelle Handlungen" täglich ausgeführt. "Er schuf ein Klima von aggressivem Sex, das durch die besondere Erniedrigung des Kindes gekennzeichnet war."
Wegen Vergewaltigung vorbestraft
Die Eltern von Stephanie verfolgten das Urteil mit ernsten Gesichtern. "Wir erwarten ein hartes, faires Urteil", hatte die Mutter zuvor gesagt.
Mario M. ist wegen Vergewaltigung einer 14-Jährigen im Jahre 1999 vorbestraft. Die Haftstrafe war 2002 zur Bewährung ausgesetzt worden und im November 2005 abgelaufen. Nach den Plädoyers hatte der 36- Jährige am Dienstag sein Opfer und dessen Familie um Verzeihung gebeten.
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