Neue Indizien

Per Handy in Todesfalle gelockt?

Oberösterreich
10.12.2006 18:56
Die zwei Freunde haben oft miteinander telefoniert - auch kurz bevor der eine erstochen wurde: Ein Indiz, aber kein Beweis, dass der Fleischhauer Elfad N. (26) den Schachmeister Nedzad Jakubovic (38) in Franking in die tödliche Falle gelockt hat.

Um 380.000 Euro Lebensversicherung zu kassieren? Es gilt die Unschuldsvermutung. Weil der verhaftete Verdächtige leugnet, sammeln die Linzer Ermittler ein Indizien-Puzzle: Der verschuldete Häuselbauer hat die teure Jahresprämie für die hohe Lebensversicherung des Schach-Profis zwar bar eingezahlt, behauptet aber, die Hälfte des Geldes von seinem Freund bekommen zu haben. Er sei weder so gewissen-, noch gedankenlos, um einen Mord mit einem gefälschten Abschiedsbrief als Selbstmord tarnen zu wollen, obwohl er in diesem Fall um „seine“ 380.000 Euro gestorben wäre. Der ruhige und gelassene U-Häftling bot für die Tatzeit auch ein Alibi an, das aber wackelt: Er sei erst in seinem Rohbau, dann daheim gewesen.

Ab heute werden graphologische und kriminaltechnische Gutachten erwartet.

 

 

Foto: Schachclub

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