Natur-Drama

700 bis 2.000 Barrel Öl in Regenwald ausgelaufen

Ausland
10.12.2006 17:51
Beim Bruch einer Pipeline sind im ecuadorianischen Amazonasbecken nach offiziellen Angaben etwa 700 Barrel (circa 111.300 Liter) Rohöl ausgelaufen. Anwohner bezweifelten jedoch die Angaben der staatlichen Ölgesellschaft Petroecuador, berichtete die Zeitung "El Comercio" am Sonntag. Sie schätzten, dass bei dem Unfall in der Region Sacha Central bis zu 2.000 Barrel in den Regenwald gelangt seien.

Ölunfälle sind in den ökologisch besonders sensiblen Regenwäldern, in denen seit 1972 Öl gefördert wird, an der Tagesordnung. In weiten Gebieten sind die Böden bereits stark belastet. Heftige Regenfälle hätten bereits einen erheblichen Teil der dickflüssigen Masse in kleine Bäche gespült, schrieb die Zeitung weiter.

Von dort aus gelangt das Öl in größere Flüsse, die schließlich in den Amazonas münden. Die Säuberungsarbeiten nehmen in der Regel Monate in Anspruch. Dabei kann im Durchschnitt höchstens ein Drittel des ausgelaufenen Öls wieder eingesammelt werden. Helfer hätten mit Öl verschmierte Fische und Krokodile gewaschen. Dennoch hätten die Tiere kaum eine Überlebenschance, schrieb die Zeitung.

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