10.12.2006 15:48 |

80.000 auf der Flucht

Mindestens vier Tote nach Taifun auf Philippinen

Der Taifun "Utor" ist am Sonntag über die Philippinen hinweggezogen und hat mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Unter den Todesopfern waren nach Angaben der Behörden zwei Kleinkinder. Vier Menschen wurden vermisst. Rund 80.000 Menschen flüchteten vor dem Sturm in Notunterkünfte.

Die meisten der Geflohenen stammten aus der Provinz Albany, wo in der vergangenen Woche mehr als 1.000 Menschen unter Schlammlawinen getötet wurden. Der Sturm traf am Samstagmittag mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde auf die Küste der Insel Samar.

Wenige Stunden später nahm er an Stärke zu und erreichte die nahe gelegene Provinz Leyte. Mit Geschwindigkeiten bis 150 Stundenkilometer nahm er Kurs in Richtung West-Nordwest auf die Nordspitze der Insel Cebu. In den betroffenen Regionen fiel der Strom aus, Telefonverbindungen wurden unterbrochen. Der Bus- und Fährverkehr wurde eingestellt. In der Ortschaft San Agustin wurde ein Schiff von den hohen Wellen auf die Pier geschleudert. 25.000 Liter Diesel liefen aus.

"Utors" Kurs lag nur etwas südlich der Region Bical, wo der Taifun "Durian" in der vergangenen Woche mehr als 1.000 Menschen das Leben gekostet hatte. Wegen "Utor" wurden zwei internationale Asien- Konferenzen abgesagt, die in der kommenden Woche auf Cebu geplant waren. Betroffen waren der - nun auf Mitte Jänner verschobene - Gipfel der Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (ASEAN) am Montag und Dienstag und ein Ostasien-Gipfel am Mittwoch.