Druck der Hisbollah
Massenproteste gegen libanesische Regierung
Siniora warnte am Sonntag vor einem "neuen Zyklus der Gewalt", von dem niemand profitieren würde. Zugleich zeigte sich der Premier, dessen anti-syrische Koalition unter Ausschluss der Schiiten über die Mehrheit im Parlament verfügt, optimistisch, in dem Machtkampf mit der Opposition standzuhalten. "Wir werden diese Krise überstehen", sagte Siniora vor Anhängern.
Hisbollah-Anhänger belagern seit Anfang des Monats den Amtssitz Sinioras im Zentrum Beiruts, um ihrer Forderung nach einer Regierung der nationalen Einheit Nachdruck zu verleihen. Die Hisbollah und ihre Verbündeten verlangen ein Drittel der Ministerämter. Seit einer Demonstration mit hunderttausenden Teilnehmern zum Auftakt der Proteste hat es jedoch keine Massenkundgebung mehr gegeben.
Tausende Soldaten und Polizisten verschärften vor der Demonstration am Nachmittag die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt. Beobachter warnen vor einer Eskalation der politischen Spannungen in dem Land, das 1990 einen 15-jährigen Bürgerkrieg beendete. Die oppositionelle Zeitung "Al-Dijar" berichtete, von Montag an sollten die Proteste mit Streiks und dem Beginn einer Kampagne des zivilen Ungehorsams weiter verschärft werden.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.