Helfer der Ärmsten
“Armen-Banker” Yunus erhielt Friedensnobelpreis
Bei der Zeremonie im Osloer Rathaus in Anwesenheit von Norwegens König Harald V. bezeichnete Yunus Armut als "Bedrohung für den Frieden". Die Dotierung des Preises in Höhe von umgerechnet 1,1 Millionen Euro soll zur Finanzierung von neuen geschäftlichen Aktivitäten der Grameen Bank für Arme verwendet werden.
Yunus rief zudem die internationale Gemeinschaft zu stärkeren Bemühungen im Kampf gegen die Armut in der Welt auf. Richtschnur müsse das von der UNO ausgerufene Ziel der Halbierung der Armut bis 2015 sein, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.
Yunus sagte, er schenke Bettlern auf der Straße nur ungern Geld. "Das gibt mir so eine Art Gefühl, dass ich das Problem gelöst habe", erläuterte er am Samstag. "Aber das habe ich in Wirklichkeit gar nicht. Indem ich Geld nur einfach schenke, schiebe ich das Problem nur beiseite."
Dagegen unterstütze seine Bank etwa 85.000 Bettler bei der Existenzgründung. Mit Hilfe von Krediten von gewöhnlich rund zwölf Dollar versuche das Institut, ihnen den Schritt zu einer Arbeit als Hausierer zu ermöglichen. "Mindestens 5.000 von ihnen haben das Betteln völlig aufgegeben", sagte Yunus. Es gehe darum, solchen Menschen bessere Möglichkeiten zu verschaffen, selbst wenn es nur geringe Möglichkeiten seien.
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