Bei umstrittenen Geschäften des abgelösten ÖBB-Vorstandsdirektors Alfred Zimmermann geht es auch um die Anschaffung eines in China bestellten Waggon-Scanners, der laut einem Schreiben von Verkehrs-Staatssekretär Eduard Mainoni schon im Oktober geliefert werden sollte und für den Güter-Terminal Wels bestimmt war. Dort ist das Röntgengerät aber - wie eine Anfrage gestern, Samstag, ergab - bisher noch nicht installiert worden. Mit dem Scanner sollen Schmuggelgut oder versteckte Flüchtlinge aufgespürt werden. Ob er dafür aber je eingesetzt werden kann, ist mehr als fraglich: Die Röntgenstrahlung des Gerätes sei laut Strahlenexperten des Forschungszentrums Seibersdorf angeblich derart hoch, dass damit keinesfalls Personen geröntgt werden dürfen! Züge müssten also ohne Personal leer durchgezogen werden.
In diesem Zusammenhang sickerte auch Strahlenangst am Hörschinger Flughafen durch: Dort wird nicht nur Handgepäck geröntgt, sondern auch das Großgepäck nach gefährlichen Inhalten durchleuchtet. Gepäck-Personal, das geröntgte Koffer weiterbefördert, führte mit einem Strahlenmessgerät Selbsttests durch - und stellte Strahlenwerte am Körper fest. Ebenso auch an den Armen einer Security-Mitarbeiterin. Daraufhin wurde nun der Betriebsrat aufgefordert, offizielle Messungen zu veranlassen, um zu klären, ob für Mitarbeiter im Bereich der Röntgen-Anlagen eine Gesundheitsgefährdung besteht.
Auch Security-Personal fordert nun derartige Strahlen-Untersuchungen.
Foto: Chris Koller
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