Protagonisten des närrischen Treibens sind bis zu vier kleine Äffchen, denen vor Spielbeginn erst mal ein individuelles und top-modisches Outfit verpasst werden darf. Danach stellt sich nur noch die Frage, ob man alleine oder vielleicht doch lieber mit bis zu drei Freunden spielt. Wer hingegen schon alles kennt und gezielt seine Fähigkeiten verbessern möchte, der wählt den "Üben"-Modus, in dem die insgesamt 40 Mini-Games direkt angewählt werden können.
Im Einzelspieler-Modus warten lediglich zehn Disziplinen auf das Äffchen. Da die Minigames noch zudem immer in der selben Reihenfolge auftreten, wird es alleine - trotz guter Spiele - recht schnell fad. Zwar winken durch diverse Boni neue Outfits, doch der Wiederspielwert bleibt recht niedrig. Es müssen also Freunde her, um in so illustren Disziplinen wie "Primaten-Elfmeter", "Hau das Eichhörnchen" oder "Nilpferd-Platscher" gegeneinander anzutreten.
Also am Besten schnell alle Freunde zusammentrommeln, in den Mehrspieler-Modus wechseln und schon kann die Dschungel-Party beginnen. Eilige wählen eine kurze Spielrunde, wer besonders viel Zeit und gute Laune mitbringt, wählt hingegen den Marathon. Für die nächsten anderthalb Stunden gilt es dann wie verrückt auf den "Spezialcontroller" zu drücken, um immer eine Spur schneller zu sein als die Freunde.
Mal gilt es mit der roten "Bu..."-Taste in einer "Affen-Schießerei" schneller zu ziehen und seinen Gegner mit Bananen schachmatt zu setzen. Dann müssen im Whirpool auf magische Art Bläschen gemacht werden, ohne dass der Gorilla davon Wind bekommt. In anderen Disziplinen wird der rote Button bei Seite gelassen und mit den vier farbigen Tasten gespielt. In "Was passt nicht" muss zum Beispiel herausgefunden werden, welches von vier Nilpferden ein anderes Merkmal aufweist. Oder es gilt sich Farb-Reihenfolgen zu merken ("Nilpferd-Platscher") und diese am Ende der Runde möglichst fehlerfrei aufzusagen.
Die dritte Kategorie von Spielen fordert schließlich das Rhythmusgefühl der Spieler, wobei betont werden muss, dass die Anforderungen hier relativ niedrig ausfallen. So darf in "Regentanz" dem Affen-Guru durch zeitgerechtes Button-Drücken nachgetanzt bzw. in "Affen-Bongo", welches schon etwas anspruchsvoller ist, nachgetrommelt werden.
Die grafische Darstellung ist bei "Jungle Party", wie schon bei den Quiz-Spielen, eher Nebensache. Sämtliche Tier-Charaktere wurden zwar absolut liebevoll gestaltet und in den netten Dschungel-Hintergründen stimmungsvoll in Szene gesetzt, dennoch muss ganz klar gesagt werden, dass sich die PS2 hier nicht in Bestform präsentiert. Schon besser sind der Sound, der mit viel Getrommle und Percussion wunderbar in die exotische Kulisse passt, sowie die witzigen Kommentare der Sprecherin.
Fazit: Während der Einzelspieler-Part die Gamerschaft nur für kurze Zeit hinter dem Ofen hervorlocken dürfte, weiß der Multiplayer-Part für Stunden zu fesseln. Freunde sind also eine Grundvoraussetzung, um mit "Jungle Party" Spaß zu haben. Den hat man dann allerdings in großer Menge und für lange Zeit, so dass die nicht ganz zeitgemäße grafische Darstellung nicht weiter ins Gewicht fällt. Prädikat: "Pädagogisch wertvoll" - auch für ältere Zocker.
Plattform: PS2
Publisher: Sony
Krone.at-Wertung: 84%
von Sebastian Räuchle
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