Opfer wehrte sich

Wieder Überfall am Linzer Hauptbahnhof

Der Linzer Hauptbahnhof bleibt offenbar trotz verstärkter Polizeipräsenz gefährlich. Nun wurde ein 48-jähriger Geophysiker am Weg zum Bahnsteig von drei dunkelhäutigen Burschen, von denen einer ein Messer trug, bedrängt: Sie wollten sein Reisegepäck. Das militärisch ausgebildete Opfer konnte die Möchtegernräuber abwehren, beobachtete dann weitere Gruppen, die "patrouillierten".

"Ich lebe und arbeite jetzt seit 22 Jahren in Vancouver in Kanada - dort werden Gruppen, die ohne ersichtlichen Aufenthaltsgrund Bahnhöfe oder öffentliche Plätze unsicher machen, von der Polizei abgeführt", erzählt der in Linz geborene Geophysiker Dr. Volkmar H. nach seinem Erlebnis am Ende seines Heimaturlaubes. Er war am 31. Juli um 21.30 Uhr am Linzer Hauptbahnhof am unterirdischen Weg zum Bahnsteig 5, von wo um 22.15 Uhr der Nachtexpress zum Frankfurter Flughafen abfährt.

Ausländer-Trio wollte das Reisegepäck
"Da sind mir drei mutmaßliche Nordafrikaner, die arabisch sprachen, nachgelaufen. Zwei haben mir den Weg abgeschnitten, einer kam von hinten und griff nach meinem Gepäck", berichtet der inzwischen wieder nach Vancouver gereiste Akademiker im "Krone"-Telefonat. Das 1,92 Meter große Opfer mit militärischer Ausbildung konnte die Angreifer abwehren: "Da haben sie mich übel beschimpft und gemeint, ich soll die Polizei rufen, wenn ich mich traue - dafür hatte ich aber keine Zeit, weil ich meinen Zug zum Langstreckenflug nicht versäumen wollte." Dr. H. informierte die Polizei später per Mail.

Gruppen auf der Suche nach Opfern?
Was ihm noch auffiel: Auf den Bahnsteigen "patrouillierten" mehrere Gruppen dunkelhäutiger Männer. Suchten sie weitere Opfer?

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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