Wie in Ungarn?

„Wir Politiker sollten auf 40% Gehalt verzichten“

Oberösterreich
16.06.2026 15:00

Bad Ischl (OÖ) kämpft seit dem Kulturhauptstadtjahr mit dem lieben Geld. Jetzt lässt ein Volksvertreter mit einem interessanten Vorschlag aufhorchen und macht sich damit wohl bei nicht allen Kollegen Freunde.

Machen wir es doch wie die neue Regierung in Ungarn – dort gab es nicht nur einen wichtigen Politikwechsel, sondern dort verzichten die Politiker auch auf 40 Prozent der Gehälter.“ Mit diesem ungewöhnlichen Vorschlag lässt Bürgerlisten-Chef Hannes Mathes aufhorchen. Er legt nach, was die Spesen der Stadtführung betrifft: „Vor allem bei den Politikerspesen muss etwas geschehen. Diese haben sich seit 2017 auf über 120.000 Euro pro Jahr fast verdreifacht.“ Gemeinsam wird vonseiten der Opposition scharf gegen Bürgermeisterin Ines Schiller geschossen. FPÖ und Liste Mathes unterstellen der Stadtchefin, fast die Gänze der Rücklagen in der Höhe von 5,7 Millionen Euro aufgebraucht zu haben. Und seit der Austragung der Kulturhauptstadt stecke die Kaiserstadt tief in der Kreide.

Drei Millionen Euro Einsparung durch Verzicht
Während andernorts bei Bürgerleistungen gespart wird, sorgt Mathes nun mit seinem Vorschlag „Politiker sollen selbst verzichten“ für Aufsehen. Denn jetzt gehe es ums Eingemachte. Laut seinen Berechnungen könnten bis zu drei Millionen Euro in den kommenden Jahren zusammenkommen – kein Befreiungsschlag, aber ein Zeichen. Obwohl die Bürgerliste seit 2021 keinem Budget wegen der aus ihrer Sicht ausufernden Verschuldung zugestimmt hat, ist für den Oppositionspolitiker klar: „Wir sind zum Verzicht bereit. Hoffentlich auch jene, die den Schuldenberg aufgebaut haben.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung