Gewalt eskaliert
Verletzte bei Protesten im Libanon
Erst als libanesische Soldaten intervenierten, beruhigte sich die Lage wieder. In Kaskas wohnen zahlreiche Anhänger des im Februar 2005 ermordeten anti-syrischen Ex-Ministerpräsidenten Hariri.
150.000 auf den Straßen
Unterdessen setzten etwa 150.000 Anhänger der pro-syrischen Opposition ihre Proteste gegen Ministerpräsident Siniora im Zentrum Beiruts fort. Die anti-syrische Regierungsmehrheit wirft ihren Gegnern vor, das geplante Internationale Tribunal zur Aufklärung des Attentats auf Ex-Regierungschef Hariri verhindern zu wollen. Bei dem Attentat sollen syrische Geheimdienstoffiziere ihre Hände im Spiel gehabt haben.
Die Proteste hatten am Freitag begonnen, als hunderttausende Menschen in einer Großdemonstration den Rücktritt der westlich orientierten Regierung von Siniora forderten. Siniora hatte am Samstag bekräftigt, dem Druck der Straße nicht zu weichen. Er erhielt Rückendeckung von mehreren westlichen Regierungen. Demgegenüber sagte der Hisbollah-Abgeordnete Hussein Hadj Hassan einem Fernsehsender: "Wir versichern den Libanesen, dass bald ein Wechsel kommt. Es wird eine nationale Einheitsregierung erreicht werden."
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