Mi, 15. August 2018

krone.at-Test

26.07.2017 09:47

"Front Defense": 2. Weltkrieg in Virtual Reality

Das Angebot an Virtual-Reality-Spielen ist ein Jahr nach dem Marktstart der ersten großen VR-Brillen immer noch überschaubar, die Auswahl wächst aber. Neuerdings kann man nun beispielsweise im Zweiten Weltkrieg kämpfen und als Schütze Nazis abwehren. Wie sich das spielt, hat krone.at getestet.

Rail- und Wave-Shooter sind auf Virtual-Reality-Brillen wie der Vive ein dankbares Genre. Zielen und Ballern klappt mit der Bewegungssteuerung ganz gut und die gefürchtete VR-Krankheit bleibt dadurch, dass man sich in der virtuellen Welt nicht weit herumbewegt, keine allzu große Gefahr. Kein Wunder, dass ein Gros der bisher erschienenen VR-Titel in diese Richtung geht.

Mit "Front Defense" gibt es jetzt einen neuen Genrevertreter für die HTC Vive. Hier wehrt man als Schütze heranstürmende Nazihorden per MG, Raketenwerfer oder Granate ab und siegt, wenn kein Angreifer die eigene Stellung erreicht.

Sehr hübsche Optik, chaotisches Gameplay
Im Vergleich zu anderen VR-Titeln fällt bei "Front Defense" die sehr ansehnliche Optik auf. Spektakuläre Explosionen reihen sich an detailliertes Kriegsgerät, es gibt sogar zerstörbare Umgebungen. Überdies haben die Entwickler auf Details geachtet. Das geht so weit, dass einem der Helm vom Kopf geschossen werden kann und man diesen in der virtuellen Realität bisweilen vom Boden aufklaubt.

Die Stellungsverteidigung in "Front Defense" ist ein chaotisches, aber actionreiches Vergnügen. Lob gebührt neben der guten Grafik auch dem brachialen Sound. Aus den Kopfhörern dröhnen gut ortbare MG-Salven und Explosionen, ganz so als befände man sich wahrhaftig am Schlachtfeld.

Gibt mehr her als viele andere VR-Shooter
Spielerisch gibt die Verteidigung einer Stellung mit dreierlei Kriegsgerät mehr her als manch andere VR-Schießbude. Eine spannende Handlung oder erinnerungswürdige Charaktere mit denkwürdigen Geschichten findet man hier allerdings nicht. Auch der Umfang ist überschaubar, immerhin verlässt man seine Stellung nicht.

Am ehesten ist "Front Defense" damit eine kurzweilige Ballerei für Erwachsene, die sich auf einem Schlachtfeld des Zweiten Weltkriegs als Schütze kurz abreagieren wollen. Für stundenlange Sitzungen haben die meisten VR-Gamer angesichts der schweren Hardware aber ohnedies meist keine Muße.

Fazit: Für 20 Euro gehört "Front Defense" zu den besseren Spielen, die bislang für die HTC Vive auf Steam VR erschienen sind. Handlung und Gameplay bieten zwar wenig, die kurzweilige Action und das gut getroffene Spielgefühl lassen VR-Schützen aber durchaus eine Weile Spaß daran finden. Außerdem ist der Titel allein schon deshalb interessant, weil er zu den hübscheren VR-Games zählt, die momentan verfügbar sind.

Plattform: PC
Publisher: Vive Studios
krone.at-Wertung: 7/10

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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