Ecuador
Linkspopulist gewinnt Präsidentenwahl
Sowohl Wählerbefragungen als auch eine Schnellauszählung von Wahlbeobachtern hatten zuvor einen klaren Sieg Correas ergeben, der demnach mit 56 bis 58 Prozent der Stimmen erhalten hat. Sein Gegenkandidat Noboa wollte diese Prognosen nicht anerkennen und auf die offiziellen Ergebnisse warten. Das von politischen Unruhen gezeichnete Land in Südamerika wählte den achten Staatschef binnen zehn Jahren.
Ein Berater von Correa bekräftigte indes die umstrittenen wirtschaftspolitischen Pläne des Linkskandidaten. Correa werde "illegitime" Finanzschulden des Landes im Ausland nicht zurückzahlen und auch kein Freihandelsabkommen mit den USA abschließen, sagte Ricardo Patino. "Wir werden die Auslandsschulden untersuchen ... Es gibt illegitime Schulden, die nicht bezahlt werden." Patino wird als Wirtschaftsminister im Kabinett von Correa gehandelt.
Der konservative Bananenmagnat Noboa scheiterte nun schon zum dritten Mal in der zweiten Runde. Der Plantagenbesitzer und Millionär galt als Unternehmer-freundlich. Noboa hatte sich in der ersten Runde Mitte Oktober überraschend gegen Correa durchgesetzt, keiner der Kandidaten erreichte aber die nötige Mehrheit, weswegen eine Stichwahl nötig wurde.
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