Zahlen "korrigiert"
Lukaschenko gibt Wahlfälschung zu
"In Wirklichkeit haben 93 Prozent für mich gestimmt, aber wir haben für Europa 86 Prozent daraus gemacht." Die Europäische Union habe ihm vor der Wahl erklärt, wenn das Ergebnis nahe an europäischen Standards sei, würde sie es womöglich anerkennen.
Nach Ansicht des Westens hat Langzeit-Präsident Lukaschenko die Opposition eingeschüchtert, die Pressefreiheit nach und nach abgeschafft und die Wahlen seit Mitte der 1990er Jahre systematisch gefälscht. Bei der Präsidentenwahl im März erhielt sein größter Konkurrent Milinkewitsch nach offizieller Version sechs Prozent.
Die Wahl hatte vier Tage lange Proteste in dem osteuropäischen Land mit knapp 9,9 Millionen Einwohnern ausgelöst. Die EU und die USA reagierten auf die Abstimmung mit Einreiseverboten für weißrussische Politiker.
Deutschland forderte in dieser Woche nachdrücklich die Freilassung eines weiteren führenden Oppositionellen, der sich seit einem guten Monat im Hungerstreik befindet und nach Aussagen seiner Ehefrau in Besorgnis erregenden Zustand ist.
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