„Nur über den Preis kann die Nachfrage nach Nikotin gesteuert werden“, meint Ackerl - und will die 430.000 (über 15 Jahre alten) Raucher in Oberösterreich verstärkt zur Kasse bitten, was bei einem Durchschnittskonsum von 15 Zigaretten am Tag 75 Cent Verteuerung für jeden bedeuten und täglich 322.500 Euro zusammenkommen ließe.
Viel Geld, das Ackerl gerne in die Suchtprävention und die Behandlung von (Nikotin-)Süchtigen investieren würde. Allerdings würde diese Geldquelle langfristig schrumpfen - weil pro zehn Prozent Verteuerung ein fünfprozentiger Rückgang der Nachfrage eintritt, wie Ackerl aus Studien weiß.
Skepsis bei der VP
“Eine Verteuerung hat mit Prävention nichts zu tun - das nutzt nur den Budgets“, reagiert VP-Gesundheitssprecher Walter Aichinger skeptisch, auch aufgrund von Erfahrungen mit früheren Steuererhöhungen in Sachen Tabak. Aber auch von allgemeinen Verboten hält er nichts: „Auch das schafft nicht den gewünschten Erfolg - aber nur neue Gruppen von Benachteiligten. Raucher sollen nicht andere gefährden - aber trotzdem noch zu ihrem Genuss kommen“, setzt Aichinger auf „mündige Bürger“.
Foto: Chris Koller
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