Sa, 25. Mai 2019
13.05.2017 10:48

Allein eingesperrt

Australien: Entsetzlicher Todesfall in Psychiatrie

Das Video (oben eine gekürzte Fassung) einer völlig verwahrlosten Frau kurz vor ihrem Tod in einem psychiatrischen Krankenhaus löst in Australien Entsetzen aus. Die Originalaufnahmen zeigen, wie die Mutter zweier Kinder in den Abendstunden des 2. Juni 2014 zunächst nackt in einen Isolationsraum gesperrt wird, wo sie immer wieder hinfällt und sich den Kopf stößt. Erst am nächsten Tag wird die Frau wieder aus dem Zimmer gelassen. Auch danach kümmert sich niemand um sie, bis sie ein letztes Mal zu Boden stürzt und wenig später stirbt.

Die Regierung des Bundesstaats New South Wales kündigte eine Untersuchung an. Die Bilder von Überwachungskameras wurden am Freitag durch die Tageszeitung "Daily Telegraph" öffentlich und verbreiten sich seither viral im Web.

Krankenschwestern sahen tatenlos zu
Der Zeitung zufolge wurde Miriam Merten im psychiatrischen Krankenhaus der ostaustralischen Stadt Lismore zunächst fünf Stunden lang nackt in eine Isolationszelle mit lediglich einer Matratze am Boden gesperrt. Dort warf sie sich mehrfach auf den Boden oder stürzte. Sie schlug sich auch immer wieder selbst. Am nächsten Morgen irrte sie mit Kot beschmiert auf dem Flur der Klinik herum. Zwei Krankenschwestern sollen einfach tatenlos zugeschaut haben.

Einem offiziellen Ermittlungsbericht zufolge starb die Frau an jenen Kopfverletzungen, die sie sich selbst zugefügt aber auch bei den rund 20 Stürzen erlitten hatte. Die beiden Krankenschwestern wurden entlassen. Die ältere der beiden diensthabenden Schwestern erklärte, aufgrund des "Personalmangels" hätte man die Patientin nicht laufend beobachten können.

Tochter: "Personal hat uns zunächst belogen"
Dies lässt Mertens Tochter Corina aber nicht gelten. "Meine Mutter war in der Einrichtung gut bekannt. Es war bekannt, dass sie manisch und handgreiflich werden kann", erklärte sie gegenüber dem "Daily Telegraph". Zudem behauptete die junge Frau, dass man sie zunächst über die Ereignisse vor dem Tod ihrer Mutter falsch "belogen" habe. Erst als sie mit Journalistenfragen konfrontiert gewesen sei, habe sie die Wahrheit über die Stunden vor dem Ableben ihrer kranken Mutter erfahren.

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