13.11.2006 20:37 |

Folterspuren

46 ermorderte Iraker in Bagdad entdeckt

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Montag die Leichen von 46 Irakern entdeckt worden. Die meisten in verschiedenen Vierteln gefundenen Toten trügen Folterspuren, verlautete aus Sicherheitskreisen. Alle seien von Kugeln durchsiebt gewesen. Im Irak werden täglich dutzende Menschen verschleppt. Am Wochenende hatte die Gewalt in Bagdad mit mehr als 50 Toten einen neuen Höhepunkt erreicht.

Das Außenministerium in Ankara teilte zudem mit, Geiselnehmer hätten einen von ihnen im Juli im Irak entführten türkischen Arbeiter getötet. Familienangehörige der Geisel hätten die bereits im September nahe des Bagdader Flughafens entdeckte Leiche des Mannes anhand von Fotos identifiziert. Die Geiselnehmer hatten Lösegeld gefordert.

Seit der US-geführten Invasion im Irak im März 2003 wurden mehr als einhundert Türken in dem Nachbarland getötet, wo viele türkische Unternehmen tätig sind. Vor allem Lastwagenfahrer wurden Opfer von Geiselnahmen.

Symbolbild