Masterarbeit belegt:

Sozialer Wohnbau wird immer teurer

Oberösterreich
09.05.2017 17:10

Der soziale Wohnbau in Oberösterreich wird immer teurer, was nicht nur an stark gestiegenen Grundstückskosten liegt, wie FPÖ-Landesvize Manfred Haimbuchner erneut betont: "Die überbordenden Vorschriften und eine Übererfüllung internationaler und europäischer Vorgaben treiben die Baukosten massiv in die Höhe."

Wenn es um die Grundstückspreise geht, nimmt Haimbuchner gerne seine Heimatgemeinde Steinhaus bei Wels als Beispiel: "Vor 10 Jahren hat der Quadratmeter Bauland 60 bis 80 Euro gekostet, nun sind es schon 160 bis 180 Euro." Zugleich sind von 2000 bis 2014 der Verbraucherpreisindex um 32,8 Prozent gestiegen, der Baukostenindex (für die Bauunternehmen) aber um 42 Prozent und der Baupreisindex (für Bauherren) gar um 46,8 Prozent.

Es ginge 20 bis 30 Prozent billiger
Haimbuchner hat die Kostentreiber (Normen, Gesetze, etc.) eh schon öfter angesprochen, nun kann er seine Kritik auch mit einer vom Land OÖ und der WKO in Auftrag gegebenen Masterarbeit über die den Wohnbau besonders verteuernden Faktoren untermauern. Die kommt, sehr verkürzt gesagt, zum Ergebnis, dass ein fiktives Wohngebäude, bei dessen Bau nur das wirklich Notwendige berücksichtigt werde, 20 bis 30 Prozent billiger wäre. Haimbuchner will tatsächlich stark in Richtung "Low-cost-Bauen" gehen, wobei die Masterarbeit vor allem beim Brandschutz und bei der Barrierefreiheit Ansätze für vernünftiges Sparen identifiziert.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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