Halali in Tasmanien
Tasmanien bläst zur totalen Fuchsjagd
Ausland
13.11.2006 13:00
Die australische Insel Tasmanien hat am Montag zur millionenteuren Jagd auf ein paar Dutzend Füchse geblasen. Die Tiere, die die Insel erst seit kurzem bevölkern, sollen gänzlich ausgerottet werden, weil die Behörden sonst unabsehbare Folgen für die Umwelt, Landwirtschaft und den Tourismus fürchten. "Das ist eine vermeidbare Katastrophe und wir sind entschlossen, sie nicht zuzulassen", sagte Behördenvertreter David Llewellyn.
Tasmanien hatte es mit rigorosen Schiffskontrollen mehr als 100 Jahre lang geschafft, Füchse fernzuhalten. Vor acht Jahren entdeckte jemand den ersten Fuchs, der von einem Containerschiff auf die Insel marschiert war.
Europäer hatten die Tiere erst 1871 zum Zeitvertreib bei der Jagd nach Australien gebracht. Auf der Insel Tasmanien wird die Zahl der Tiere auf mehrere Dutzend bis einige hundert geschätzt, die das ökologische Gleichgewicht bei weiterer Verbreitung stören könnten.
"Ob wir es schaffen, sie auf einem so großem Territorium auszurotten, ist offen", sagte der Wildtierexperte Nick Mooney der australischen Nachrichtenagentur AAP. Tasmanien ist von der Fläche fast so groß wie Bayern. Die Füchse sollen vergiftet werden.
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