Mo, 18. Juni 2018

Kritik nach TV-Duell

04.05.2017 13:49

Le Pens Vater: "Marine fehlt es an Größe"

Ein eher mittelmäßiges Zeugnis hat Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen seiner Tochter Marine nach dem TV-Duell der französischen Präsidentschaftskandidaten ausgestellt. Marine habe es in der hitzigen TV-Debatte mit dem sozialliberalen Politiker Emmanuel Macron "vielleicht etwas an Größe gefehlt", sagte der 88-Jährige am Donnerstag dem Sender RTL.

"Wenn ich Schiedsrichter wäre, würde ich sagen, es war ein Unentschieden", sagte der Ehrenvorsitzende des Front National.

Vater vs. Tochter: Verhältnis schon länger zerrüttet
Das Verhältnis von Jean-Marie Le Pen und seiner Tochter ist schon seit geraumer Zeit zerrüttet. 2015 ließ die Front-National-Chefin ihn sogar aus der Partei werfen, nachdem er die NS-Gaskammern zum wiederholten Male als "Detail der Geschichte" bezeichnet hatte. Den Titel des Ehrenvorsitzenden der Partei konnte sie ihm aber nicht entziehen. Erst kürzlich kanzelte sie schwulenfeindliche Äußerungen ihres Vaters als "vulgär" ab.

Marine Le Pen attackierte in der TV-Debatte am Mittwochabend ihren Rivalen Macron von Beginn an scharf und bezeichnete ihn unter anderem als Kandidaten der "sozialen Brutalität" und des "Krieges aller gegen alle". Einer Umfrage zufolge konnte Macron, der Favorit bei der Stichwahl am Sonntag, deutlich mehr Fernsehzuschauer überzeugen. Macron tritt unabhängig von den traditionellen Parteien an und hatte den ersten Wahlgang am 23. April mit 24 Prozent gewonnen, Le Pen kam auf 21,3 Prozent.

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