Mo, 16. Juli 2018

Moderne Therapie

08.05.2017 06:00

Neue Bandscheiben aus Fettgewebe

Kommt das Ende für Metallprothesen? Eigene Stammzellen ließen sich dafür einfrieren. Diese Idee einer Forscherin vom Wirbelsäulenzentrum im Orthopädischen Spital Speising in Wien könnte die Therapie von geschädigten Bandscheiben revolutionieren.

Erste Ergebnisse aus dem Zelllabor zeigen, dass es sich hier nicht nur um eine Vision handelt. DDr. Claudia Eder, Biologin sowie Orthopädin, und ihrem Team ist es gelungen, körpereigenes Fett- in Bandscheibengewebe umzuwandeln. Statt der bisher üblichen Metallprothesen ließe sich ein lebendes Ersatzmaterial implantieren, das in den benachbarten Knochen einwächst und in den Stoffwechsel des Umfeldes eingebunden wird.

Stammzellen einfrieren und später verwenden? "Das ist auch im Erwachsenenalter noch möglich.Theoretisch könnte man also vorsorgen, um später bei Bedarf körpereigene Zellen für ein Bandscheiben-Implantat zur Verfügung zu haben", erklärt Prof. Claudia Eder. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür können die Forscher belegen: Stammzellen lassen sich über Jahre in flüssigem Stickstoff einfrieren. Später könnte man sie ohne Qualitätsverlust auftauen und daraus Bandscheiben-Zellen züchten, um die Basis für ein Implantat zu erhalten.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.