Brunner selbstironisch

„Kein einziges Mal im Ziel und doch eine Medaille“

Olympia
15.02.2026 14:07
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

„Das muss man auch einmal zusammenbringen“, gab sich Stephanie Brunner im Zielraum selbstironisch, ja süffisant: „Ich habe in meiner Olympia-Karriere kein einziges Mal das Ziel gesehen und doch eine Medaille geholt.“ Klingt kurios, stimmt aber.

Es kam so: Der Olympische Riesentorlauf verkam zum Malheur. Stephanie Brunner, im ersten Durchgang 20., leistete sich im zweiten Lauf recht früh einen Lapsus und schied aus. Es war das letzte Olympia-Rennen ihrer Karriere. „Sehr schlecht“ falle ihre persönliche Bilanz im Zeichen der fünf Ringe aus, sagte sie im ORF-Interview im Zielraum, merklich geknickt. „In keinem meiner Olympiarennen habe ich die Ziellinie überquert.“ Nach 2018 und 2022 waren die Spiele in Cortina die dritten in der Karriere der Tirolerin. Insgesamt vier Olympische Rennen bestritt sie in diesen drei Spielen – ins Ziel kam sie tatsächlich kein einziges Mal.

(Bild: GEPA)

ORF-Interviewer Rainer Pariasek ging‘s in der Nachfrage dezent psychologisch an. Ob denn wenigstens die Silbermedaille im Teambewerb helfe, wollte er wissen. Diese hatte Brunner tatsächlich 2018 in Pyeongchang erobert. „Ja, ohne gestartet zu sein“, ergänzte Brunner wahrheits- und pflichtbewusst: „Ich war Ersatzfahrerin.“ Ihre Schlussfolgerung mutet freilich genial an: „Ich habe bei keinem Rennen das Ziel gesehen und trotzdem eine Medaille gewonnen – das muss man auch einmal zusammenbringen.“

Stimmt.

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