71 Fälle gemeldet

Oberösterreichs Schul-Chef löst Masern-Alarm aus

Masern-Alarm löst der Landesschulrat in Oberösterreich aus. Denn heuer sind bereits mehr Masern-Fälle als im gesamten Vorjahr in Österreich - auch in unserem Bundesland - gemeldet worden. Die Behörden weisen jetzt in einem Eltern-Brief auf die Risiken und vor allem die Impflücken hin und rufen zur Immunisierung auf!

28 Masern-Erkrankungen gab es im Vorjahr bundesweit, heuer sind es bereits 71. Oberösterreich ist mit aktuell acht Fällen - im gesamten Jahr 2016 waren es fünf Betroffene - noch "eine Insel der Seligen". In Niederösterreich und der Steiermark wurden in diesem Jahr schon 28, beziehungsweise 30 Fälle amtlich bestätigt.

Masern legten Asyl-Aufnahmezentrum lahm
Im vergangenen Jahr hatte ein Masernfall die Erstaufnahmestelle Thalham in St. Georgen im Attergau für zwölf Tage lahmgelegt. Ansonsten war 2016 nach dem Horrorjahr 2015, in dem in Gesamtösterreich 308 Masernfälle - 82 davon in Oberösterreich - gemeldet worden waren, auffällig ruhig. Wenn’s heuer so weitergeht, könnte der Negativ-Rekord aber fallen.

"Zu spät und wenig konsequent geimpft"
Im Alarm-Brief, der vom Bildungs- und Frauenministerium über den Landesschulrat an alle  Eltern schulpflichtiger Kinder geschickt wird, gibt’s neben der Beschreibung der Masern-Symptome und dass die Krankheit hochansteckend ist, sowie einer Impfempfehlung  eine Mahnung: "Kinder werden zu spät und wenig konsequent mit der zweiten Impfung immunisiert." Und: "Bei 20 Prozent der Fälle gibt’s Komplikationen - auch lebensbedrohliche."

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Sonntag, 11. April 2021
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