12.04.2017 11:41 |

Alarmierende Zahlen

Jede fünfte Diagnose laut US-Studie falsch

Alarmierende Zahlen hat eine Untersuchung der renommierten Mayo Clinic in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota zutage gefördert. Demnach liegen Ärzte in über 20 Prozent ihrer Diagnosen daneben. Für ihre Studie hatten die Autoren erfasst, wie häufig die Befunde von Mediziner, die ihre Patienten an die Klinik überwiesen, nicht oder nur teilweise richtig waren.

Für die Untersuchung hatte ein Team der Mayo Clinic um James Naessens die Patientendaten von 286 zwischen 1. Jänner 2009 und 31. Dezember 2010 an die Klinik überwiesenen Patienten genauer unter die Lupe genommen. Tatsächlich, so zeigte die Analyse der Forscher, stimmten die Diagnosen der überweisenden Mediziner nur in zwölf Prozent mit jenen der Klinikärzte, die die Patienten nochmals untersuchten, überein.

Immerhin: In zwei Drittel der Fälle lagen die Götter in Weiß nicht daneben, die Diagnosen konnten aber an der Mayo Clinic noch deutlich präzisiert werden. In 21 Prozent der untersuchten Fälle stellten die Klinikärzte aber gänzlich andere Diagnosen, als die einweisenden Mediziner.

Vor allem bei Patienten mit urogenitalen Problemen, Erkrankungen der Atemwege sowie psychischen Problemen war die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass die Erstbefunde falsch waren, berichten die Forscher im "Journal of Evaluation in Clinical Practice".

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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