Einmal noch zeigt der Ausnahmesommer in Wien, was er kann: In den letzten Augusttagen sollen die Temperaturen wieder auf über 30 Grad klettern, auch das wäre ein weiterer Rekordwert. Dafür verheißen die Prognosen danach einen Spätsommer zum Genießen.
Noch will sich die GeoSphere Austria keine endgültige Sommerbilanz zutrauen. Schließlich beginnt der meteorologische Herbst erst am 1. September, und gerade in einem Sommer wie diesem muss man mit allem rechnen – auch erneute Rekordwerte am Donnerstag und Freitag, dem 27. und 28. August, inklusive gelber Hitze-Warnstufe und Temperaturen deutlich über 30 Grad Celsius. Vergleichbare Messdaten aus den letzten Jahrzehnten kann man an den Fingern einer Hand abzählen.
Prognosen lassen hoffen
Ob der heurige Sommer in Wien der bisher heißeste der Messgeschichte sein wird, klärt sich in ein paar Tagen. Ein Fall für die Geschichtsbücher ist er auf jeden Fall, allein schon wegen der zwei extremen Hitzewellen im Juni und im August – und dem erstmaligen Überspringen der 40-Grad-Grenze in Wien. Zudem waren Juni, Juli und August vor allem im Osten Österreichs und damit auch in Wien „durch eine beispiellose Trockenheit geprägt“, wie GeoSphere unterstreicht.

Ein bis drei Grad über dem Monatsmittel
Mit Anfang September dürften sich die Rekordtemperaturen für heuer aber endgültig verabschiedet haben. Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen prophezeit bis Ende des Monats Temperaturen, die ein bis drei Grad Celsius über dem aktuell gültigen Monatsmittel liegen. Das würde 25 bis 27 Grad Tageshöchsttemperatur in den ersten Schulwochen bedeuten, und um die 22 Grad gegen Monatsende, also – ein normales Maß an Niederschlägen vorausgesetzt – ein „goldener Herbst“.
Der Übergang zu wirklichem Herbstwetter könnte laut den Langzeitprognosen einigermaßen abrupt erfolgen: Anfang Oktober sollen die Temperaturen schlagartig auf die Durchschnittswerte sinken, die zur Jahreszeit passen, und könnten sich mit einem Temperatursturz von fast zehn Grad Celsius innerhalb einer Woche gehörig nach einem „Kälteschock“ anfühlen.
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